Den Aufstieg bewältigen – Strategieumsetzung

Ein Apriltag in Zürich – es ist soweit. Wir, die drei Gründungsmitglieder (Stephen Rietiker, Daniel Baumann und ich) haben uns zum Ziel gesetzt, an diesem Tag eine Fachgruppe der spm (Swiss Project Management Association) und GPM (Gesellschaft für Projektmanagement) zu gründen.

Warum das denn? Wir drei haben gemeinsam, dass wir uns für die Themen Strategie und Projektarbeit interessieren. Stephen hat darüber ein sehr lesenswertes Buch mit dem Titel “Der neunte Schlüssel” geschrieben. In seinem Buch geht es unter anderem um projektbewusstes Management und wie Projekte und Projektmanagement strategisch genutzt werden können, um einen Beitrag zum Unternehmenserfolg zu liefern. Ein Thema, das meines Erachtens Unternehmen in den kommenden Jahren nicht mehr ignorieren können. Denn aufgrund zunehmender Globalisierung, neuer Technologien, konvergierender Branchen und immer größerer Konkurrenz auf der einen Seite gepaart mit steigender Komplexität und sinkender Reaktionsdauer andererseits, stellt sich nicht mehr nur die Frage nach der guten Bearbeitung einzelner Projekte. Es geht zunehmend auch darum, die für ein Unternehmen wichtigen Projekte aus der Vielzahl der möglichen Projekte auszuwählen und deren Umsetzung im Sinne der Unternehmensstrategie zu garantieren. Denn eine gute Strategie allein reicht nicht aus, die schnelle und saubere Umsetzung ebendieser Strategie führt zu den Wettbewerbsvorteilen von morgen.

Aber zurück zur Gründung der neuen Fachgruppe: Dem Treffen gingen Telefonate voraus, der persönliche Kontakt ist dann aber doch etwas anderes. Als Ort wurden die ehrwürdigen Räume im Hauptgebäude der ETH in Zürich gewählt. Nun starten wir also: Mit Strategie und Projektmanagement soll sie zu tun haben, die neue Fachgruppe. Ziel des Tages ist es, ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln, welche Zielsetzung diese Gruppe verfolgen soll und wen sie anspricht. Wir sind uns schnell einig: Die Gruppe soll wachsen, denn jede weitere Sicht auf das Thema ist ein Gewinn. Und dafür müssen wir potentieller Verstärkung für die Gruppe erklären können, womit wir uns befassen.

Die Agenda ist schnell geschrieben, und schon sind wir mitten in einer Diskussion. Mit Hilfe eines Flipcharts visualisieren wir, wie es sich eigentlich verhält mit Strategie und Projektarbeit. Rasch wird die Implementierungslücke zwischen beidem sichtbar, und ein erstes Modell wird gemeinsam entwickelt. Noch ein paar Ideen, wie das Ganze auf einer dynamischen Zeitskala betrachtet werden kann, und schon haben wir ein erstes Ergebnis:

Die Lücke zwischen Strategie und Umsetzung muss geschlossen werden, beides miteinander verzahnt werden. Strategien sind immer über eine bestimmten Zeitraum angelegt, dargestellt auf der x-Achse des Modells. Heutzutage sind Strategien aber nicht mehr statisch und kaum eine Strategie wird so umgesetzt, wie einmal geplant. Aufgrund des sich ständig ändernden Umfelds sind kontinuierliche Anpassungen und Überprüfungen notwendig, was auf der z-Achse mit T´ dargestellt ist. Ein erster Wurf und eine Ausgangsbasis für die weitere Arbeit der Fachgruppe.

Nun fehlt noch der Name für die Gruppe, aber auch da sind wir uns schnell einig: Strategieumsetzung, denn genau damit wird sie sich befassen.

Alles in allem, ein spannender und sehr konstruktiver Tag. Wir kommen überein: Das ist keine verschwendete Zeit. Jeder nimmt mehr mit nachhause, als gedacht.

Das hört sich interessant an? Wie bereits angedeutet, wir freuen uns über weitere Teilnehmer, die ihr Betätigungsfeld irgendwo im Bereich der Strategieentwicklung oder –umsetzung haben, aber auch über Kommentare und Anregungen.

Weitergehende Informationen zur neuen Fachgruppe findest Du unter: http://www.gpm-ipma.de/know_how/fach_und_projektgruppen/strategieumsetzung.html

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Über Anke Heines

Vielleicht muss man einen an den Sternen geschulten Weitblick entwickeln (Anke hat als Physikerin in der astronomischen Forschung gearbeitet), um die Arbeitswelt so klarsichtig durchdringen zu können wie Anke das macht. Wertvernichtung, Zeitverschwendung und Bevormundung sind ihr ein Gräuel. Sie setzt dagegen auf Selbstorganisation, Sinn in der Arbeit und Eigenverantwortung. Wenn Anke in Unternehmen auf Partner trifft, die bereit sind sich in Bewegung zu setzen, ist sie in der Lage, gemeinsam mit ihnen völlig neue Formen wertschöpfender und wertschätzender Zusammenarbeit hervorzubringen. Das hat jüngst die Verleihung des Sonderpreises des New Work Award an den von ihr betreuten Maschinenbauer HEMA bewiesen. Und das hat Anke auch auf die Fahnen Ihrer LEADaktiv UG geschrieben: Wertvolles durch Wandel weiterhin wertvoll erhalten.
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